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Digitale und analoge Phase 0 Europäische Schule, Frankfurt am Main

Für 2025 wird die Verdopplung der Schüler*innenzahl von aktuell 1600 auf 2244 prognostiziert. Ein Neubau soll den zukünftigen Raumbedarf decken.

2021 erarbeitete die Schulgemeinschaft in einem größtenteils digitalen Baupiloten Beteiligungsprozess eine räumlich pädagogische Vision für die Entwicklung des neuen Standorts. „Was stellt Ihr Euch für die Schule der Zukunft vor?“ Durch die Kombination von schnellen Blitzlichtworkshops mit intuitiver Atmosphärenforschung und komplex-kompakten Planspielen konnte ein vielfältiges Stimmungsbild eingeholt und ein konstruktiver Dialog initiiert werden.

Die Schulstruktur, gemäß Schulprogramm der Europäischen Schulen gegliedert in Nursery, Primary und Secondary School, wird beibehalten. Großen Wert legten die Beteiligten auf die Übergänge und stärkeren Austausch zwischen den Stufen. Für die komplexe Strukturierung der Schule in fünf Sprachsektionen und das Angebot des Muttersprachenunterrichts in jeder europäischen Sprache besteht zudem der Wunsch nach mehr Flexibilität im Raumangebot. Ein verbindendes Mittelband – bestehend aus gemeinsam genutzter Aula, Bibliothek und Kantine – soll Ort des Austausches und Zusammenkommens innerhalb der Schule werden und sich trotz strenger Sicherheitsvorgaben auch der Stadtgesellschaft öffnen. Die Räumlichkeiten der Nachmittagsbetreuung werden nicht wie erwartet in einem eigenen Bereich konzentriert, sondern in die Schule hineingemischt, sodass sich schulische und außerschulische Bereiche ergänzen und Synergien im Ganztag bilden können.

Ergebnis ist ein ausgegklügeltes Raum- und Funktionskonzept – das Europäische Band zieht sich zukünftig als verbindendes Element durch die gesamte Schule.