Die Baupiloten-Methode

Seit 2003 stehen die Baupiloten für ergebnisoffene aber effektive Beteiligungsprozesse. Neben Partizipationsverfahren bearbeiten wir auch alle Leistungsphasen der HOAI. Aus dieser Erfahrung heraus ist es uns möglich, professionelle Beteiligungsverfahren zu entwickeln und durchzuführen, ohne den Blick auf die Bauplanung und Architektur zu verlieren.

Um alle zu Beteiligenden gut „abholen“ und mit ihnen auf Augenhöhe kommunizieren zu können, haben wir vielfältige u.a. alters- und zielgruppenspezifische Beteiligungsformate entwickelt, die auf die jeweiligen Lebenswelten und Kommunikationsweisen eingehen und über die Jahre erprobt und optimiert wurden.

Die Baupiloten-Methode ist das Grundgerüst auf dem alle unsere Beteiligungsprozesse aufbauen. Es setzt sich aus mehreren aufeinander aufbauenden Schritten zusammen. Der erste dient dazu eine gemeinsame Kommunikationsebene und Rahmenbedingungen für qualitative Dialoge auf Augenhöhe zu schaffen. Darauf baut ein Schritt auf, dessen Ziel es ist, sich aus gewohnten Denkmustern herauszubewegen, sich gegenseitig zu verstehen und gemeinsam Ideenvielfalt zu generieren.
Die weiteren Abschnitte dienen der sukzessiven Verdichtung zu einem ganzheitlichen Nutzungskonzept, das die unterschiedlichen Nutzungsbedarfe inkl. Funktionszusammenhänge abbildet. Diese können wir darüber hinaus auch in konkrete Funktions- und Größenzuweisungen übertragen, die anschließend als Grundlage für jede weitere Planungsaufgabe genutzt werden können.

Zielstellung beim Einsatz von Formaten und Instrumenten

Innerhalb des Prozesses ist unser Ziel eine methodisch gelenkte sukzessive Entscheidungsfindung, die es ermöglicht die Vielzahl der Bedürfnisse zu verbinden und interessante und effiziente Symbiosen daraus zu entwickeln; einen Konsens herzustellen mit dem sich jeder identifizieren kann – anstatt einer Vielzahl von Einzelbedürfnissen gerecht werden zu müssen. Nur so kann auch ein gemeinschaftliches Ergebnis erzielt werden, hinter dem alle Beteiligten gleichermaßen stehen. Durch diese Herangehensweise entstehen „gesellschaftlich Robuste“ Konzepte, die über Generationen hinaus die Widerstandskraft zur Selbsterhaltung eines Ortes erzielen.

Erfahrung im Umgang mit Konflikten

Unsere Methoden und Formate bauen auf der Herangehensweise auf Konflikte aufzudecken, zu erkennen und zusammenzuführen, um eine gemeinsame Haltung zu entwickeln – anstatt Einzelbedürfnisse miteinander in Konkurrenz zu stellen.

Außerdem leiten viele unserer Methoden die verbale Kommunikation auf eine visuell unterstützte Kommunikation um. Dies vereinfacht komplexe Themen, Prozesse und Abläufe. Damit umgehen wir u.a. langwierige Diskussionen und sich verhärtende Situationen; Interessenskonflikte stellen sich schneller heraus, die dann zielorientiert verhandelt werden können. Aber auch ungeahnte Synergien und Gemeinsamkeiten werden schneller sichtbar, die in einer ausschließlich verbalen Verständigung nicht sichtbar werden.

Transparenz beim Thema Beteiligung

Transparenz über Zuständigkeiten, Verantwortungen, Termine und Ergebnisse ist eine wichtige und vertrauensbildende „Spielregel“ für die Partizipation. Das heißt für die Auftraggeber*innen, dass Ergebnisse und die jeweiligen Beweggründe der Entscheidungen rechtzeitig kommuniziert werden sollten. In die andere Richtung müssen ebenso die Ergebnisse der Nutzerbedürfnisse verlässlich und offen an die Auftraggeber*innen weitergegeben werden.

Leistungsspektrum

Unser Leistungsspektrum umfasst Beteiligungsverfahren, Architekturvermittlung, (Hoch-)Schulbauberatung und Schulungen.