Die Baupiloten-Methode

Das Wissen des Nutzers über den Gebrauch und das Erleben von Räumen ist für Architekten eine grundlegende Erkenntnis im architektonischen Entwurfsprozess. Die Planungsmethode unseres Architekturbüros schließt die Teilhabe und Mitwirkung der Nutzenden und anderer Stakeholder in den Entwurf und die Planung von Architektur mit ein. Um mit den Nutzern in einen Dialog treten zu können wird hauptsächlich über und durch die Ermittlung von gewünschten Atmosphären eine Kommunikationsebenen geschaffen. Dazu haben wir eine Bandbreite an Methoden entwickelt, die sich zu vier Methodenkategorien zusammenfassen lassen:

A1 – A5            ATMOSPHÄREN

N1 – N5            NUTZERALLTAG

W1 – W9          WUNSCHFORSCHUNG

R1 – R8            RÜCKKOPPLUNG

Die Wahl der Methodenbausteine ist abhängig vom vorher bestimmten Zeitrahmen und dem zur Verfügung stehenden Budget. Die einzelnen Methodenbausteine können aufeinander aufbauen oder sich ergänzen, wodurch sich ein großes Spektrum von Beteiligungsmöglichkeiten und Erkenntnisse ergibt.

Baufamilie
Für Partizipationsverfahren mit vielen unterschiedlichen Interessengruppen können Baufamilien gegründet werden. Die Mitglieder der Baufamilie repräsentieren jeweils eine Interessengruppe und übernehmen in der Baufamilie einen besonderen Verantwortungsbereich.

Partizipativ entwickelte Architektur
Auf der Grundlage der aus den Beteiligungsprozess gewonnenen Erkenntnisse wird in der Folge die Architektur entworfen und geplant. Je nach Bedarf werden die Nutzer auch in diese Prozess durch von den Baupiloten entwickelte Verhandlungsspiele eingebunden.

 

Das Ende 2014 veröffentlichte Buch PARTIZIPATION MACHT ARCHITEKTUR Die Baupiloten – Methode und Projekte stellt eine große Bandbreite an Beteiligungsmöglichkeiten vor, ergänzt durch realisierte Projekte der Baupiloten – aufbereitet als praktische Hinweise und offen für die eigene Anwendung.

Der Film PARTIZIPATION MACHT ARCHITEKTUR zeigt zudem beispielhaft einen Workshop der Baupiloten-Methode zur “Wunschforschung”. So können Bürger mitbestimmen, wenn es um die Gestaltung ihrer gebauten Umwelt geht.