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Bühnenbäume
Neubau, Chemnitz

Die Architektur der neuen überdachte Kleinkunstbühne mit 120 Zuschauerplätzen, ergänzt die idyllische Atmosphäre des umliegenden Küchwaldparks: Wie die umstehenden Bäume breitet das Bauwerk sein Dach schützend aus. Seine weite, durchscheinende Blattkrone schützt die Bühne vor Regen und ist akustisch so ausgeformt, dass auf eine Tonverstärkung weitestgehend verzichtet werden kann. Die beiden Stützen, breit wie Baumstämme, bergen die Stromversorgung. Ein Baumhaus ist als Theaterkanzel installiert und eine aus dem Boden brechende Baumwurzel bietet sich als Bank in der Baumkulisse an. Künstliche Hecken begrenzen den Theaterraum und geben seiner Akustik Halt. Auf ihren reflektierenden Oberflächen spiegelt sich das Bild der Bäume und der Parkumgebung. So ist das Spiel der Natur optisch in die künstliche Szenerie einbezogen. Künstliche Hecken dienen auch als Sichtschutz für das Auf- und Abtreten der Akteure während eines Schauspieles. Zwischen den Hecken befindet sich die Umkleidekabine. Gleichzeitig schirmen die Sträucher den Bühnenbereich vom Bahngelände ab und formen auf dem Bahnsteig einen Wartebereich. Dabei wechseln sich natürliche Weißdornhecken mit künstlichen Hecken ab und bilden so ein artifiziell-natürliches Ensemble

Projektleitung

Dipl-Ing Susanne Hofmann

die Baupiloten

Hendrik Bohle, Kai Grüne, Stefan Haas

Auftraggeber

Parkeisenbahn Chemnitz

Planungsbeteiligte

Dipl. Ing E.Bartel (Bauleitung), Ing.-Büro Uhlmann (Statik),Ing.-Büro Moll (Akustik)

Kosten

70.000 EUR brutto

Leistungen

LP 1-9, Partizipation

Fertigstellung

Mai 2007

Adresse

Küchwaldpark 24
09113 Chemnitz

Fotograf

Ronald Bartel