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Kita Nido Piccolo

Kindertagesstätte, Umau und Energetische Fassadensanierung, 2009-10

Nominiert als Pilotprojekt der Bundesregierung zum Konjunkturpaket II.

Die dringend erforderliche Fassadensanierung der 1983 im Rahmen der Wohnungsbauserie 70 (WBS 70) erbauten Kindertagesstätte konnte im Rahmen des Konjunkturpakets II realisiert werden. Die Grundidee war, die bereitgestellten Mittel nicht nur zur Wärmedämmung und für einen neuen Anstrich zu verwenden. So konnten zusätzlich Erker für die Gruppenräume realisiert werden, die vor der gedämmten Fassade hängen. Sie erweitern den pädagogischen Raum und werden von den Kindern als weitere Bewegungszone, als Rückzugsort, aber auch als Bühne genutzt. Die geforderte Schaffung von Ausgleichsquartieren für Vögel und Fledermäuse wurde in den Entwurf integriert. Wie die „Kindererker“ strukturieren sie als farbige Pixel die Fassade.

Partizipation – Phase 0
Der Name „Nido Piccolo“ (Italenisch: “kleines Nest”) stand Pate für die vielen Nester, die die Kinder in ihrer jeweiligen Gruppe in Vorfreude auf den Umbau ihrer Kita gezeichnet haben. Das Baumnest inspirierte die Kinder über „im Baum sein“ und „Baum-Verstecken spielen“ nachzudenken. Schließlich waren sie sich einig, dass sie sehr gerne in Baumhäusern sein wollten, was der Auftakt für den Entwurf der bunten „Kindererker“ war. Mithilfe von Collagen und Modellen der nestartigen Erker konnten die Kinder sich in die ersten architektonischen Ideen gut hineinversetzen und ihre Kommentare dazu abgeben, zum Beispiel für „viel Sonne im Nest und Schatten, aber geschützt“ oder „das Nest soll bunt sein: rot, pink, leuchtendes Gelb“.

Projektteam

Susanne Hofmann, Helmuth Hanle (Projektleitung), Daniel Hülseweg, Jens Kärcher

Fachplaner

GSE Ingenieur-GmbH (Statik, energetische Beratung), bioloGIS (avifaunistisches Gutachten)

Auftraggeber

Independent Living GmbH

Kosten/Bruttogeschossfläche

610.000 EUR brutto/2698 m²

Planungsleistungen

LPH 1–9, Phase 0 – Nutzerbeteiligung

Adresse

Neubrandenburger Straße 53
13059 Berlin Hohenschönhausen

Fotograf Jan Bitter