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Erika-Mann Grundschule I

Umbau, Lern- und Freizeitlandschaften, 2006–08

In einem ersten Bauabschnitt wurden die weiten Verkehrs- und Rettungswege der denkmalgeschützten Schule aus dem 19. Jahrhundert als zusätzliche Lern- und Lebensräume im Zuge der Schulreform umgestaltet. Sitz- und Garderobenelemente aus unterschiedlichsten nicht brennbaren Materialien tauchen jedes Geschoss in eine andere Atmosphäre und schaffen gleichzeitig Raum für differenzierten Unterricht in kleinen Gruppen. Die Transformation der Erika-Mann-Grundschule hat sich als ein Beispiel von Integration durch Partizipation erwiesen und zeigt, dass architektonische Eingriffe auch im kleinen Maßstab als sozialer Katalysator für den Stadtteil wirken können.

Partizipation – Phase 0
Die von den Schülern hergestellten Collagen wurden von ihnen mit einem Titel und einer Geschichte vorgestellt. Diese Welten bildeten den Entwurfseinstieg für die Baupiloten-Studierenden, die die atmosphärischen Qualitäten in Collagen und Modellen herausarbeiteten, um sie mit den Schülern zu diskutieren und zu verfeinern. Die gemeinsam entwickelte Fiktion einer „Silberdrachenwelt“ verbindet die Eingriffe in der ganzen Schule, wie die Fotoreihe der einzelnen Geschosse zeigt. Diese werden umso spürbarer, je weiter man sich im Gebäude hinaufbewegt: „Sternenstaubtauchen“ (EG), „HauchSanftSein“ (1. OG), „Ein Thron für den Augenblick eines Flügelschlags“ (2. OG), „Mit dem Drachen fliegen“ (3. OG). Das Treppenauge wiederum ist ein musikalischer Lehrpfad, der „Riesenbrumsel“.

Lehre

Susanne Hofmann

Studenten

Frank Drenckhahn, Johannes Gutsch, Gordana Jakimovska, Nils Ruf, Urs Walter und Karin Behrendt, Sandra Appels, Katrin Rüter (Gaststudenten)

Auftraggeber

L.I.S.T GmbH, Förderverein der Erika-Mann-Grundschule

Kosten/Bruttogeschossfläche

140.000 EUR brutto/1100 m²

Planungsleistungen

LP 1–5, Phase 0 – Schulbauberatung und künstlerische Oberleitung

Fachplaner

Bernhard Deutz (Klangwerkstatt)

Adresse

Utrechter Straße 25
13347 Berlin

Fotograf Jan Bitter