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Kapelle Haus Maria Frieden

Neugestaltung der Kapelle im Haus Maria Frieden, in Rulle, Osnabrück im Rahmen des Jugendpastoralen Projekts Kapelle Aufmöbeln!

Es wurden vorab Workshops konzipiert und durchgeführt, in denen über 1000 hauptamtlichen Mitarbeitern, Teamern, Jugendlichen und weiteren Interessierten die Gelegenheit gegeben wurde, an der bedarfsgerechten und wünschenswerten Gestaltung der Kapelle maßgeblich mitzuwirken.

Die vielfältigen Ergebnisse boten die Grundlage zur Entwicklung eines angemessenen Entwurfes. So konnten in den Workshops und deren Auswertung wesentliche Ideen für den übergeordneten Charakter und für eine architektonische Konzeption der Kapelle erarbeitet werden. Die Herausforderung in der weiteren Arbeit bestand in erster Linie darin, die unterschiedlichen Anforderungen an den Raum in einer entsprechenden Qualität zu gewährleisten. Vorrangiges Ziel war es, den gewünschten harmonischen Charakter räumlich zu entwickeln und zu differenzieren. Die Möglichkeit zur Entwicklung von unterschiedlichen Aktivitätsbereichen und die Ausbildung von Rückzugsnischen im Raum wurden dabei überprüft und ausgestaltet.

Der Entwurf wurde in den weiteren Schritten in enger Abstimmung mit der Baufamilie, eine Gruppe von Interessenten, die den Entwurfsprozess begleiten, entwickelt. Somit wurde eine Rückkopplung mit den zukünftigen Nutzern gewährleistet und die Integration der nutzerspezifischen Raumanforderungen konnten in jeder Phase des Projekts überprüft werden.

Himmelsstiege

Der Kapellenraum im Haus Maria Frieden wird durch die „Himmelsstiege“ einen ca. 2m tiefen und 3,3m hohen Holzeinbau an der Eingangsseite des Kapellenraums ergänzt. Sie füllt den Kapellenraum in seiner Breite aus. Die Himmelsstiege erstreckt sich über zwei Ebenen mit Rückzugsnischen, neuen Ausblicken und Stauraum für Stühle, Technik und Zubehör aller Art.

Ein neuer Durchgang bietet auf der rechten Seite zwei Kammern für Stühle und große Gerätschaften und auf der linken Seite zwei Schränke für Decken, Liederbücher und die Technik. Hinter den Schränken taucht der Besucher in die „Erzählhöhle“ ein. Die Bänke in der Erzählhöhle lassen sich aufklappen und bieten Platz für Decken o.ä. In der Rückwand der Schränke befindet sich ein 3cm großes Loch durch das Besucher Geheimnisse in einen dahinter liegenden Briefkasten werfen können.

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die „Besinnungsnische“ mit Blick auf die Rückseite des Tabernakels, der in der Außenwand des Einbaus steckt. Gegenüber der Besinnungsnische steht das E-Piano, eingerahmt von einem Regal für das Musik-Zubehör. Hinter der Besinnungsnische führt eine Treppe auf die obere Ebene: die „Lauscherlounge“. Auch hier lassen sich die Bänke aufklappen und schaffen Stauraum für Kissen, Decken und einen Staubsauger. Die neuen Fenster im hohen Dach liegen in der Achse des Bestandsfensters.

Über die „Himmelsstiege“ hinaus erhält der Raum eine neue Akustikdecke mit ca. 30 Leuchten, einen Drempeleinbau mit versteckten Heizkörpern und extra Stauraum, Fensterläden zur Verdunklung der Kirchenfenster, einen neuen Teppichboden, sowie einen neuen Tabernakel und weniger wuchtigen Altar.

 

Projektteam

Susanne Hofmann, Max Graap, Fee Kyriakopoulos, Daniel Schulz

Planungsbeteiligte

Stephanswerk, Bistum Osnabrück

Auftraggeber

Bistum Osnabrück

Plangungsleistung

LPH 1-5, Nutzerbeteiligung

Zeitraum

2014-2016

Standort

Klosterstraße 13
49134 Wallenhorst

Der Film PARTIZIPATION MACHT ARCHITEKTUR zeigt beispielhaft einen Workshop der Baupiloten-Methode zur “Wunschforschung”. So können Bürger mitbestimmen, wenn es um die Gestaltung ihrer gebauten Umwelt geht.