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mitMOABITwohnen

Entwurfsprojekt an der TU Berlin

gemeinschaftliches Wohnen in Moabit

Bezahlbarer Wohnraum
Architektur kann als baulicher Ausdruck gesellschaftlicher, ökonomischer und kultureller Verhältnisse verstanden werden. Angesichts einer sozial und ökonomisch immer weiter auseinanderklaffenden Gesellschaft und ihrer kulturell immer vielfältigeren Zusammensetzung, ist es erforderlich, neue Konzepte für das Wohnen zu entwickeln. Wie kann preiswerter und bedarfsgerechter Wohnraum entstehen, um es auch Menschen mit niedrigen Einkommen weiterhin zu ermöglichen, in der Stadt zu wohnen? Wie können Menschen mit unterschiedlichem sozialen, kulturellen und ökonomischem Hintergrund gemeinsam in verdichteten Stadtteilen zentrumsnah von Berlin Wohnen?

Von Moabit nach „Green Moabit“
Moabit liegt nahezu im Zentrum Berlins, südlich angrenzend an den Park Tiergarten und die Spree, im Osten begrenzt durch den Hauptbahnhof, Regierungsbauten und ehemalige Gewerbegebiete, die langsam zu avancierten Galeriestandorten werden. Im Westen von Moabit liegt ein für Berlin einzigartiges zentrumnahes Industriegebiet, das bis heute Produktionsstandort für Maschinen produzierende Firmen, wie Siemens, BMW etc. ist. Moabit West ist eine Mischung aus aktiven Industriegebieten und einfachen, verglichen mit anderen Stadtteilen wenig gentrifizierten Wohnquartieren. Diese ungewöhnliche Mischung soll gestärkt werden. Nachhaltige und kreative Konzepte zum Miteinander von Wohnen und Produktion sind gefragt. Betriebe und Gewerbetreibende haben sich bereits zur Initiative „Green Moabit“ zusammengeschlossen, um ein ökologisch verträgliches Stadt nahes Industriegebiet zu schaffen.

mitWohnen
Mit dem Projekt mitWohnen soll neues gemeinschaftliches Wohnen getestet und gestärkt werden. Beispielhaft wird ein Gebäude für vier unterschiedliche Nutzer/Nutzergruppen inklusive eines gemeinschaftlichen Bereichs entwickelt. Vom Gemeinschaftsraum sollen alle vier Nutzergruppen profitieren. Sie entwickeln sich aus dem Zusammentreffen der unterschiedlichen Charaktere und können auf den Stadtteil ausstrahlen. Sechs unterschiedliche Grundstücke stehen für die Entwürfe zur Verfügung.

mitWohnen = 4 Nutzer/Nutzergruppen +
In Interviews mit Menschen vor Ort werden Bedürfnisse analysiert und das Wohnverhalten detailliert untersucht. Nutzer können Einzelpersonen oder Personengruppen wie Paare, Familien oder Wohngemeinschaften sein. Es soll ein Gebäude für vier Nutzer/Nutzergruppen plus gemeinschaftlichem Bereich entstehen. Der Charakter des Gebäudes entwickelt sich aus den Gesprächen vor Ort und dem besonderen Kontext in Moabit zwischen Industrie und Wohnquartier. Wie kann ein Gebäude für ganz unterschiedliche Nutzer aussehen? Welche Hybride entstehen räumlich und funktional?

+ Gemeinschaftsraum
Wie können die Mieter eines Gebäudes voneinander profitieren und sich gegenseitig unterstützen? Welche Räume können sie gemeinschaftlich nutzen auch um Kosten, Energie und Zeit zu sparen? Welche Rolle können Gemeinschaftsräume im Wechselverhältnis aus Abhängigkeit und Unabhängigkeit der Bewohner untereinander spielen?  Welche räumlichen Möglichkeiten für neue Wohnarchitekturen ergeben sich aus diesen Konzepten? Werden die Gemeinschaftsräume auch von anderen im Quartier genutzt?

Lehrenden

Prof. Dr.-Ing. Susanne Hofmann, Kirstie Smeaton Dipl. Architektin

Tutoren

Max Graap, Daniela Knappe

Studenten

Sophia Bauer, Xenia Esau, Joan Gärtner, Julia-Maria Gahlow, Ioulios Georgiou, Simon Gerschewski, Alma Großen, Sara Haegermann, Gesa Hallmann, Arzu Hasanova, Tahereh Heidary, Marietta Loukissa, Christine Marlen Olesch, Omorinsola Otubusin, Lea Schillmann, Jana Alexandra Sommer, Isabelle Wolpert, Oliver Wolter

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