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Städtische Nachbarschaften

Städtebauliches Gutachterverfahren
Meraner Straße / Am Mühlenberg, Berlin Tempelhof-Schöneberg

wohnen in der städtischen Wiese

Das Wohnprojekt „städtische Nachbarschaften“ bietet ein Generationen übergreifendes Zusammenleben in guter Nachbarschaft mit feinen Abstufungen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit. Das damit verbundene Modell „Gastgeber-Haus“ bietet eine prototypische Kombination von gemeinschaftlichen und öffentlichen Nutzungen für den Mietwohnungsbau.

nachbarschaftliche Identitätsbildung

Durch die Nachverdichtung wird das Areal für sein städtisches Umfeld durchlässig und für die Nachbarschaft erlebbar. Die Wohnhäuser und Freiräume bilden programmatisch unterschiedliche Inseln in einem´landschaftlichen Kontinuum zwischen bestehender Blockrandbebauung, Hochhaus und Wohnzeilen der 50iger Jahre.
Die Höhe, Volumen, architektonische Ausprägung und Anordnung der Solitärbauten untereinander sind aus dem Anspruch so kompakt wie möglich (gemeinschaftlich) zu wohnen, ausreichend Privatheit anzubieten und gleichzeitig eine nachbarschaftliche Identitätsbildung zu ermöglichen, entworfen. Mit der sozialen Aneignung durch die Mieter und die Nachbarn im Quartier verliert der Freiraum seine derzeit monofunktionale Nutzung und schafft für das gesamte Quartier einen Mehrwert.

„Gastgeber-Häuser” und Erdgeschossnutzungen für den Kiez

In den „Städtische Nachbarschaften“ können die Bewohner im Zusammenleben voneinander profitieren, sich austauschen, unterstützen und gleichzeitig individuell leben. Dabei spielen die Nutzungsangebote an die Nachbarschaft eine wichtige Rolle. Die Neubauten sind eine Art Gastgeber mit verschiedenen Schwerpunkten: Eine Seniorenfreizeitstätte ist im Wohnblock („Freizeithaus“) an der südöstlichen Ecke des Mühlenbergs geplant. Die weiteren Programmierungen der Erdgeschosszonen sind flexibel für die spezifischen Aneignung einer Hausgemeinschaft oder Gewerbes gestaltet. Es sind sowohl private, gemeinschaftliche als auch gewerbliche Nutzungen wie co-working Räumlichkeiten, Werkstätten, ein Gartenhaus oder auch nachbarschaftliche Dienstleistung vorstellbar.

partizipative Planungsprozesse

Die lang ansässigen und vorwiegend älteren Anwohner befürchten, durch die Nachverdichtung ihr gewohntes, lieb gewonnenes Wohnumfeld ohne akzeptablen Zugewinn zu verlieren. Ihre und die der zukünftigen Bewohner frühe Einbindung in die Entscheidungsprozesse ist wichtig: es wird die Wohnzufriedenheit und niedrige Fluktuation von Mietern erhalten, und auch zu einer neuen lebendigen gemischten Nachbarschaften beitragen.

Kennwerte Gesamt

GRZ (inkl. Bestand): 0,35
GFZ (inkl. Bestand): 1,89

BGFa (Neubau): 17.016,37 m2
Überbaute Fläche: 3.319,97 m2

Projektteam

Susanne Hofmann, Kirstie Smeaton (Projektleitung), Max Graap, Marina Sylla, Robert Henry

Fachplaner

ST raum a. (Landschaftsplanung)